Es war ein Moment im Supermarkt.
Meine Tochter saß im Einkaufswagen.
Und ich kaufte schon wieder dasselbe ein –
unabhängig von Jahreszeit, Lust oder Energie.
Ich wusste:
So will ich ihr Essen nicht beibringen.
Und so will ich mich auch nicht weiter fühlen.
Ich probierte vieles aus:
Rezepte, Kochbücher, neue Gerichte.
Mehr Planung. Mehr Anspruch.
Ich dachte, ich müsste es besser machen.
In Wahrheit machte ich es nur anstrengender.
Das Ergebnis?
Mehr Stress. Mehr Aufwand. Mehr Frust.
Und oft ein Kind, das es trotzdem nicht essen wollte.
Da wurde mir klar:
Das Problem ist nicht fehlende Vielfalt.
Das Problem ist der Weg dorthin.
Was sich dadurch für mich verändert hat, war nicht nur wie ich koche.
Sondern wie ich Verantwortung im Familienessen verstehe.
Nicht als Kontrolle. Nicht als Perfektion.
Sondern als Führung.